Atmung & Kieferorthopädie – Wenn Atmen zur Herausforderung wird
Schlaf ist die wichtigste Regenerationszeit unseres Körpers. Doch viele Menschen schlafen schlecht, fühlen sich morgens erschöpft und merken gar nicht, dass dahinter eine ernste Erkrankung stecken kann. Bereits Kinder können bereits an Atmungsproblemen leiden und das kann viel Stress auf den gesamten Körper geben.
Welche Ursachen gibt es für Atemproblemen?
Die häufigsten strukturellen Ursachen sind:
1. Rückliegender Unterkiefer (Retrognathie / fliehendes Kinn)
Liegt der Unterkiefer zu weit hinten, rutscht der Zungenrücken nachts nach hinten – und blockiert den Atemweg.
2. Schmaler Oberkiefer
Viele Menschen haben evolutionsbedingt zu wenig Platz im Oberkiefer.
Dadurch kann die Zunge:
- nicht am Gaumen liegen
- nach unten und hinten fallen
- den Atemweg einengen
Beide Kieferfehlstellungen führen zu einer sogenannten oberen Atemwegsverengung.
Welche Hinweise können auf eine Einengung der Atemwegen hindeuten?
Oft sind es ganz typische Anzeichen:
1. Schnarchen
nicht immer gefährlich – aber oft ein Warnsignal.
2. Tagesmüdigkeit trotz genügend Schlaf
Betroffene fühlen sich nie ausgeruht.
3. Doppelkinn & Übergewicht
Fettgewebe im Halsbereich verengt zusätzlich den Atemweg.
4. Kiefermerkmale
- schmaler Oberkiefer
- fliehendes Kinn
- Mundatmung
- hohe, schmale Gaumenform
5. Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen, Leistungsabfall
Warum ein schmaler Oberkiefer Atmungsprobleme und eine Zungenfehllage fördert
Der Oberkiefer ist die „Decke“ der Nasenhöhle.
Ist er schmal, ist es nicht nur der Zahnbogen, der eng wird – auch der Atemweg verengt sich und die Zunge hat keinen Platz sich oben am Gaumen zu positionieren.
Die Zunge „fällt“ dann:
- nach unten
- in den Unterkiefer
- und im Liegen nach hinten
Dadurch kommt es zur typischen Atemwegsblockade im Schlaf.

Was kann die Kieferorthopädie tun?
Die gute Nachricht:
👉 Viele Ursachen einer Schlafapnoe sind behandelbar.
Und zwar nicht nur symptomatisch, sondern ursächlich.
1. Oberkiefererweiterung
Für Kinder, Jugendliche – und je nach Fall auch Erwachsene.
Erweiterung des Oberkiefers:
- schafft Platz für die Zunge
- verbessert die Nasenatmung
- vergrößert den oberen Atemweg
- stabilisiert die Zungenlage
2. Vorverlagerung des Unterkiefers
Bei Kindern durch funktionelle Geräte.
Bei Erwachsenen – wenn nötig – kombiniert mit kieferchirurgischer Unterstützung.
Eine Unterkiefer-Vorverlagerung:
- öffnet den Atemweg
- reduziert Atemaussetzer
- verbessert die Schlafqualität
3. Digitale Funktionsdiagnostik (KFO360°)
Mit:
- 4D-Kiefergelenkanalyse
- 3D-Röntgen
- Atemwegsvermessung
- Zungenfunktionsdiagnostik
- Kieferpositionsanalyse
kann sehr genau erkannt werden, was den Atemweg einengt.



Fazit:
Atmungsprobleme können bei Kinder kieferorthopädisch behoben werden.
✔ Unterkiefer vorverlagern
✔ Oberkiefer erweitern
✔ Zungenlage stabilisieren
✔ Nasenatmung verbessern
✔ Atemweg vergrößern
✔ Beschwerden reduzieren
Mit dem ganzheitlichen Konzept KFO360° können Atem-, Wachstums- und Funktionsfaktoren in die Behandlung integriert werden.
So entsteht nicht nur ein schöner Biss –
sondern bessere Atmung, besserer Schlaf und bessere Gesundheit.