Schlechter Biss?

Wenn die Zähne nicht zu den Kiefergelenken passen

Meine Zähne stehen doch gerade – also kann mein Biss nicht schlecht sein.

Das denken viele Menschen über Ihren eigenen Biss. Doch das stimmt nur selten.
Ein schlechter Biss hat oft wenig mit schiefen Zähnen zu tun – und viel mehr damit, wie die Zähne zu den Kiefergelenken und zur Kaumuskulatur passen.

Schätzungen zeigen, dass 10–20 % der deutschen Bevölkerung an einem ungünstigen Biss leiden, ohne es zu wissen. Die Beschwerden sind oft unspezifisch, beginnen früh und werden mit den Jahren stärker.

Dieser Blog erklärt verständlich, was ein schlechter Biss ist, warum man ihn so oft übersieht – und welche typischen und atypischen Symptome ein Hinweis darauf sein können.

Was ist ein schlechter Biss?

Ein schlechter Biss bedeutet, dass Zähne und Kiefergelenke nicht harmonisch zusammenarbeiten.

Das passiert meist durch:

  • einzelne Zähne, die im Zusammenbiss zu früh berühren
  • ungünstige Zahnpositionen
  • einen verschobenen Unterkiefer
  • eine veränderte Gelenkposition
  • ein falsches Kaumuster
  • Muskelverspannungen im Kauapparat
  • funktionelle Probleme wie Mundatmung oder Fehlhaltungen
  • Unfälle in der Vergangenheit mit massiver Krafteinwirkung auf die Halswirbelsäule

Bereits ein einziger Vorkontakt – weniger als 0,1 Millimeter! – reicht aus, um den Unterkiefer aus seiner natürlichen Position zu drücken.

Der Körper kompensiert das über Jahre – manchmal Jahrzehnte – bis Beschwerden auftreten.

Warum man einen schlechten Biss oft nicht bemerkt

Viele Patienten sind überrascht, wenn sie hören, dass ihr Biss nicht stimmt, obwohl die Zähne gerade sind.
Dafür gibt es mehrere Gründe:

1. Gerade Zähne ≠ guter Biss

Auch perfekt gerade Zähne können nicht zu den Kiefergelenken passen.
Die meisten Fehlfunktionen erkennt nur eine spezialisierte Untersuchung:

  • T-Scan
  • 4D-Kiefergelenkmessung
  • 3D-Röntgen
  • digitale Funktionsanalyse

Der Zusammenhang ist von außen nicht sichtbar.

2. Beschwerden sind oft „atypisch“

Viele Menschen verbinden ihre Beschwerden nicht mit den Zähnen.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:

Typische Beschwerden

  • Kieferknacken
  • Schmerzen beim Kauen
  • verspannte Kaumuskeln
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Zähneknirschen & Pressen

Atypische Beschwerden

  • Migräne, häufige Kopfschmerzen (teilweise mehrmals pro Woche)
  • Spannungskopfschmerzen
  • Nacken- und Schulterverspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Tinnitus, Ohrschmerzen, Hörminderung
  • Schwindel
  • Gesichtsschmerzen (Trigeminusneuralgie)
  • Schlafstörungen und Depressionen
  • Augenschmerzen
  • Taubheitsgefühle der Hände
  • Beckenschiefstand, Schulterschiefstand

Wer denkt bei Migräne oder Tinnitus schon an die Zähne?

3. Junge Menschen kompensieren gut

Kinder und Jugendliche zeigen oft:

  • nur leichte Kopfschmerzen,
  • selten Beschwerden im Nacken,
  • kaum Gelenkknacken.

Ihr Körper kompensiert Fehlbelastungen noch gut.
Doch im Laufe des Lebens nimmt diese Fähigkeit ab.

Darum treten Beschwerden häufig erst zwischen 25 und 45 auf – häufig dann, wenn Stress, Arbeit und Alltag den Körper zusätzlich belasten.

4. Knirschen & Pressen wird oft auf Stress geschoben

Natürlich spielt Stress eine Rolle.
Aber:
👉 Knirschen und Pressen ist fast immer ein Zeichen eines schlechten Bisses.

Wenn die Zähne nicht harmonisch zusammenpassen, versucht das Gehirn im Schlaf ständig, den „richtigen“ Biss zu finden.
Die Folge:

  • Abrieb
  • Zahnabbrüche
  • empfindliche Zahnhälse
  • Schmerzen im Kiefergelenk
  • erhöhter Muskeltonus

Ein schlechter Biss kann also jahrelang unbemerkt bestehen – während die Symptome zunehmen.

Wie entsteht ein schlechter Biss?

Ein schlechter Biss entsteht oft durch kleine Fehlstellungen, die sich mit der Zeit verstärken. Dazu gehören:

  • verschobene Kiefergelenke
  • Vorkontakte einzelner Zähne
  • rotations- oder kipplastige Zähne
  • Engstände
  • fehlende Zähne
  • fehlerhafte Zahnfüllungen oder Kronen
  • ungünstige Kieferform
  • funktionelle Probleme (Zunge, Atmung, Haltung)

Eine kleine Abweichung kann ausreichen, um:

  • den Unterkiefer zu verschieben
  • Muskulatur zu überlasten
  • Gelenkstrukturen zu reizen

Wie erkennt man einen schlechten Biss?

Mit modernen Diagnostikmethoden lässt sich ein schlechter Biss heute präzise und frühzeitig feststellen.

Die wichtigsten Bausteine sind:

  • 4D-Kiefergelenkmessung (Bewegungsanalyse der Gelenke)
  • T-Scan (digitale Okklusionsanalyse in Mikrometergenauigkeit)
  • 3D-Röntgen (DVT)
  • Digitaler Scan
  • Bone-Mapping
  • Analyse der Gelenkachse

Diese Methoden ermöglichen es, Fehlkontakte, Gelenkverschiebungen und Funktionsstörungen genau zu erkennen.

Warum KFO360° bei schlechtem Biss überlegen ist

Das Konzept von Dr. Theresa Jilek bietet eine ganzheitliche Lösung:

  • Zähne werden entlang der persönlichen Gelenkachse eingestellt
  • der Biss wird funktionell und ästhetisch optimiert
  • Fehlbelastungen werden minimiert
  • Muskulatur und Gelenke entspannen
  • Beschwerden können deutlich zurückgehen oder verschwinden

Erst wenn Zähne UND Kiefergelenke harmonisch zusammenarbeiten, entsteht:

✔ ein stabiler Biss
✔ eine gesunde Kau- und Körperstatik
✔ weniger Schmerzen
✔ bessere Lebensqualität

Fazit: Ein schlechter Biss ist oft unsichtbar – aber spürbar

Viele Menschen leben jahrelang mit einem schlechten Biss, ohne es zu wissen.
Typische und atypische Beschwerden werden häufig anderen Ursachen zugeschrieben.

Doch mit moderner Diagnostik und dem ganzheitlichen Ansatz KFO360° lassen sich die Ursachen klar erkennen – und nachhaltig behandeln.

Wenn die Zähne zu den Kiefergelenken passen, entsteht:

  • ein gesunder Biss
  • eine entspannte Muskulatur
  • ein beschwerdefreier Alltag
  • und langfristige Stabilität

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